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Apr. 16, 2014
Apr. 15, 2014 / 129 Anmerkungen

(via klappersacks)

Warum ist das Universum in sich oft uneinig? Daily Tipp: Das Baby mit dem Goldzahn 2009
Badesalz hat sich wirklich Mühe gegeben.
Apr. 15, 2014

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Daily Tipp: The Boogey Man 1980
Auch betrunken nur schwer zu verstehen. Spiegelsplitter und Glüheffekte und so.
Gute Nacht, damit!
Apr. 15, 2014

Daily Tipp: The Boogey Man 1980

Auch betrunken nur schwer zu verstehen. Spiegelsplitter und Glüheffekte und so.

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Apr. 14, 2014 / 5.483 Anmerkungen

(via vintagegal)

Apr. 3, 2014
März 17, 2014

Maniac (1980)

Einer der wenigen Slasher, bei dem auch der Hintergrund interessant und eindrücklich gestaltet wird.

Originaltitel: Maniac

Regie: William Lustig

Drehbuch: Joe Spinell, C. A. Rosenberg

Schauspieler: Joe Spinell, Caroline Munro, Abigail Clayton

Erscheinungsjahr: 1980

Der Film leitet ein mit einer an Jaws (Der weiße Hai) angelehnte Eröffnungssequenz. Der Antiheld, hier nicht ein Hai, sondern wohl ein Mensch, beobachtet ein am einsamen Strand liegendes Pärchen. Der Mann geht kurz neues Feuerholz holen und das Mädchen wickelt sich in die Decke ein. Ein schwarz gekleideter Mensch  mit Handschuhen kommt wie aus dem Nichts und tötet sie. Er kommt zurück und wird mit einem ganz ganz dünnen Draht erdrosselt.

Wie sich wenig später rausstellt, handelt es sich um den Serienmörder Frank Zito (in der Zeitung immer ‚Maniac‘ genannt, was im Deutschen soviel wie Wahnsinniger heißt), der ganz New York auf Trab hält mit seinen tiefgründigen Schlitzereien. Er ist besessen von dem Vorhaben, die Schönheit vieler junger Frauen zu konservieren, indem er sie tötet, skalpiert und den Haarschopf schließlich auf Schaufensterpuppen nagelt. Seine Wohnung gleicht dementsprechend einem Puppenkabinett morbiderer Art.

Er arbeitet sehr sauber, wenn es darum geht keine Spuren zu hinterlassen. Er lässt sich selten sehen, Zeugen gibt es nicht. Sein Motto ist, wer sein Gesicht kennt, muss sterben.

Im Central Park wird Frank jedoch bei einem Zusammenstoß mit einem dreiradfahrendem Kind von der hübschen Fotografin Anna D’Antoni abgelichtet. Zito und der Zuschauer wissen, dass so etwas nicht passieren darf, um die Immunität Zitos zu wahren. Also macht er Anna ausfindig und möchte die Dame erst einmal kennen lernen…

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Der Film hält einige Schockmomente für den Zuschauer bereit. Er schafft es, sich von den anderen Slasher-Filmen der 80er abzugrenzen, indem er sich von dem bekannten Spannungsmuster distanziert und einen eigenen Takt vorgibt. Es geht nicht unbedingt darum, die nächst schöne Dame aus dem Leben zu werfen, sondern scheint Frank Zito z. B. zu versuchen, eine Bindung mit der Fotografin Anna aufzubauen. Als er sich am Grab seiner Mutter, die er für sehr schön hält und deshalb immer ein Foto bei sich hat (der Konservierung wegen) im Beisein von Anna vor Erzeugerin und vor Gott verantworten will, überkommt es ihn und er versucht schlussendlich Anna doch zu töten, weil sie ihm viel zu nahe steht, als dass er weiterhin unentdeckt durch New York streifen könnte. Der Plan geht aber nicht auf, denn Anna kann den würgenden Händen Franks entkommen, attackiert ihn sogar noch mit einer Schaufel. Taumelnd schafft es der Serienkiller nach Hause, fällt dort in einen Albtraum, in dem seine Schaufensterfiguren lebendig werden und ihn rächend zermetzeln. Letztendlich hat sich Frank Zito selbst erstochen. Seine Leiche wird durch zwei alarmierte Cops (wohlmöglich durch Anna verständigt) aufgefunden. Doch SPOILER: in der letzten Nahaufnahme vom Gesicht des Toten öffnen sich die Augen!

Was will uns das sagen?

Das wollte wohl vor Allem dem damaligen Kinopublikum sagen: gebt Acht, wenn ihr alleine rumirrt, denn der Maniac ist nicht tot!

Die krankhafte Motivation des Mörders ist nichts Neues. Mutterkomplexe, sexuelle Frustration, christlicher Glaube. Das hängt ja alles zusammen und führt in vielen Filmen zum Unglück. Damals in den 80ern aber, war das noch recht frisch. Zumal die Explizität des Mordens in Slashern zwar gewöhnlich aber in diesem Falle sehr erschreckend war. Tom Savini, den man wohl als DEN Experten für Special Make-Up & Effects für Horrorfilme bezeichnen kann, hat es erneut geschafft, das Publikum zu schockieren. Detailliertes Abtrennen von Kopfhäuten und hervortretenden Gehirnmassen, explodierende Köpfe; das gab es bis dahin in der Form nicht und machte den Film dadurch zu einem der kontroversesten seiner Zeit.

Stilistisch ist Maniac in der Tat besonders. Das Bild hat (wahrscheinlich auch durch sein Alter von über 30 Jahren) eine sehr schöne Farbgebung, die Perspektiven - gerade im Puppenkabinett - wirken auf den Zuschauer eindringlich und beängstigend. Das Keuchen Franks im Off lässt eine unangenehme Nähe zum Hauptcharakter entstehen, wie sowieso im ganzen Film, fühlt man stark mit ihm mit. 

Das ist in der Tat leicht beunruhigend.

8/10

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(bw)

März 10, 2014

Brosowski Markthalle

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Lieber Konsument!

Nun ist er da! Der offizielle und einzige Online-Shop unter dem Deckmantel der Brosowskis.

Ob Fashion, Klamotten oder Anziehsachen. Die Vielfalt ist kaum auszumalen.

http://brosowski.spreadshirt.de

Febr. 18, 2014

Nymph( )maniac (2013)

Lars von Trier erzählt in seinem neuesten Machwerk die Lebensgeschichte eines Typ von Mensch, der man nicht sein möchte. Oder doch?

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Regie: Lars von Trier

Drehbuch: Lars von Trier

Darsteller: Charlotte Gainsbourg, Stellan Skarsgård, Stacy Martin

Dt. Kinostart Vol. I: 20.02.2014 | Vol. II: 03.04.2014


Zwei Jahre mussten sich Fans und Kinogänger nun gedulden und sind gezwungen der Neugier auch weiterhin standzuhalten, denn das 2012 gedrehte Filmspektakel, kommt nun in zwei Teilen ins deutsche Kino. Trotz Kürzungen im Vergleich zum auf der Berlinale vorgestellten Director‘s Cut, darf sich der Zuschauer auf eindrückliche Bilder und Lebenspointen einrichten. Der Unterschied zwischen den Versionen ist lediglich die Länge einzelner Szenen.

Der dänische Regisseur präsentiert eine gradlinige und chronologisch erzählte Biografie der Nymphomanin Joe, die sich am Ende verprügelt in einer Gasse und wenig später in der Wohnung des freundlich helfenden Junggesellen Seligman vorfindet. Dort beginnt sie dem Literaturfanatiker in acht Kapiteln ihr bisheriges Leben zu schildern. Die Titel für die jeweiligen Episoden entnimmt sie Gegenständen aus dem Zimmer, in dem sie sich ausruht, oder enzyklopädie-ähnlichen Ausschweifungen Seligmans, die er auf Joes Erinnerungen kontert.

Wer glaubt, von Trier hangelt sich bloß von pornoreifer Sexszene zu Sexszene, dem wird schnell die Beule in der Hose wieder entschwinden, denn gezeigt werden uns tiefgründige, von Manchen sogar als krankhaft abgestempelte, Bedürfnisse einer Heranwachsenden, die sich nach ihrer mehr oder minder romantischen Entjungferung Enthaltsamkeit schwört (natürlich vergeblich), auf der Suche nach ihrem erhofften Mehrwert vom Leben und ihrem eigenen Seelenbaum, von dem ihr sehr gemochter Vater bis zu seinem Tod ständig erzählt. Sowieso wird immer wieder Bezug genommen auf die Vermittlung der Natur in Bezug auf die eigene Lebensdeutung, mit der Joes Vater seinen Teil der Erziehung erfolgreich beisteuerte.

Je mehr und intensiver Joe von ihren Lust-Abenteuern spricht, desto deutlicher wird Seligmans offenbare Unberührtheit, auch klar gemacht durch die wiederkehrende Verknüpfung symbolischer Gegebenheiten in Joes Leben zu den entsprechenden Bücherwerken oder die biologische sowie psychologische Analyse von ihren Trieben. Dies führt nach der abgelutschten Debatte, ob das Wort ,Neger‘ in den Sprachgebrauch eingehen darf, die gehalten wird anstatt sich Seligman für die Story mit zwei Afrikanern begeistert, zu Joes Feststellung, dass der ältere Herr ihr gegenüber noch Jungfrau ist und sich seine sexuellen Spielereien nur auf Masturbation im jüngeren Alter beschränkten. Er selbst sieht darin aber den Vorteil, Joes Leben komplett objektiv und unvoreingenommen zu beurteilen. Denn jedes Kapitel läuft immer wieder auf die Frage hinaus, ob die Nymphomanin nun moralisch oder moralisch verwerflich handelt, denn sie sieht in ihren Sex-Episoden anfänglich lediglich negativ den eigenen Nutzen.

Bei der expliziten Darstellung von Sex und martialischen Missbrauchs-Fetischismen wurde, meiner Meinung nach, keine Grenze überschritten, die Lars von Trier nicht ohnehin schon übertrat, sofern man in der künstlerischen Freiheit, in der sich der Däne vernünftigerweise sehr eigenmächtig und der Wirkung nutzend bewegt, von Grenzen sprechen möchte. Ich sehe vorerst davon ab und finde keine einzige „Obszönität“ unnötig oder „nur der Provokation“ dienend. Sie unterstreichen alle nur zu deutlich Joes Lebensweg von permanenter Krankheitsheimsuchung und gleichzeitigem Einverständnis bishin zur Offenbarung von jenem.

Was sagen wir zu dem Handwerk, das in diesem Film Verwendung findet?

Großartig! Eine feine und den Zuschauer vollkommen positiv einnehmende Kameraarbeit. Als Beispiele lassen sich etwa das Auffinden von Joe in der Gasse oder die Dialogszenen in Seligmans Wohnung nennen. Die Bildkomposition und -montage wirkt erfrischt durch Internetvideos, im Internet gefundene Bilder und ins Bild geblendete Zeichnungen, Wörter und Rechnungen zur weiteren Erläuterung. Es ist sehr einzigartig wie von Trier mittels Zoom den Bildausschnitt minimal verändert, die Bedeutung und Ausdruckskraft des Bildes aber komplett umschlagen kann. Ob die zwischendurch hart gesetzten (und offensichtliche) Schnitte Folge der Verkürzung von 5 1/2 auf 4 Stunden oder einfach nur ein gut erdachtes Stilmittel sind, steht offen, bleibt aber wohl eher Zweiteres anzunehmen, denn auch sie funktioneren einfach prächtig und lassen kein Missen beim Zuschauer entstehen.
In der Stilistik weiter forschend kann man durchaus erwägen, dass die zu Beginn des ersten Teils erteilte pure schwarze Leinwand mit leicht stärker werdenden Geräuschkulisse eine kleine Hommage an Kubricks ebenfalls kleinen Epos 2001: Odyssee im Weltraum ist. An Anspielungen an das gegenwärtige Filmrepertoire ist aber vor allen Dingen die Balkonszene mit dem unbeaufsichtigten Kleinkind zu nennen. Denn hier wird Bezug auf keinen geringeren als Lars von Trier selbst genommen. Für einen kurzen Moment will man doch tatsächlich glauben, Nymphomaniac lege hier (mit Blick auf den Cast des Films) die Vorgeschichte zu von Triers vorletztem „Skandalhit“ Antichrist. Dieser Gedanke ist bitte schnell zu verwerfen. Aber klar, auch an Selbstironie darf es in diesem Drama nicht fehlen.
Ohnehin ist überraschend viel (für den Einen als ,schwarz‘ deklarierten) Humor in dem Leinwandspiel enthalten, der lediglich mit der eigenen Verklemmtheit spielen möchte.

Wie schon erwähnt, statt nur von oberflächlicher Kohabitation zur nächsten Fleischeslust zu hüpfen erklärt uns der Regisseur auch erschreckend motivierte Krankheitsbilder. Aber Lars von Trier möchte unbedingt die Geschichte komplett zu Ende erzählen, was dem Zuschauer zum Ende des zweiten Teils leider als etwas schleppend erscheinen mag, wohingegen der erste Teil als sehr kurzweilig punktet, da dieser alleinig auf die Fortsetzung hinarbeitet, sprich, weder unbedingt einen Höhepunkt noch eine sich entspannende Situation oder gar eine „Katastrophe“ erfährt, die dann am Ende des Filmpakets doch eher überraschend daherkommt, und damit nicht viel Platz zum Auslaufen und Abschweifen hat.

Um von Triers Finalgedanken nahe zu kommen, gelangt Joe zu dem Schluss, dass sie sich so akzeptiert wie sie ist, ja sogar Stolz empfindet. Und so hat sie als einer der wenigen Menschen ihren eigenen Seelenbaum entdeckt.
Irgendwo zwischen Hilden und Köln wohl.

ACHTUNG! SPOILER-ALARM!
Wirklich deprimiert hat mich persönlich das Ende des kleinen Film-Epos, in dem Seligman schließlich seine nur scheinbar akzeptierte Sexualabstinenz zum Verhängnis wird. Das würgt ordentlich rein und man stellt sich die Frage, wer jetzt der eigentliche Sympathieträger in der Gesellschaft ist. Derjenige, dem absolut nichts zur Last zu legen ist, oder jener, der letztlich klar zu sich selbst steht und sich nicht als moralisch unbrauchbar abstempelt. Aber Moment, irgendwoher kennt man diese Fragestellung doch…

9/10
(bw)

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In dem Film findet sich ein unerschüttertes Star-Aufgebot wieder. Unter ihnen sind auch Udo Kier und Willem Dafoe für einen Cameo zu haben.

Febr. 16, 2014